Kind Mama Blog

Das Ende Naht

Nein keine Panik es kommt keine Mombie-Apokalypse auf uns zu 😂. Meine Elternzeit neigt sich dem Ende und somit kommt viel Veränderung auf uns zu. Ich muss mich wieder der Arbeitswelt stellen und der Drache stellt sich der Herausforderung Fremdbetreuung.

Diese ganzen Entscheidungen die man so zu treffen hat am Ende der Elternzeit, finde ich sehr anstrengend. Nicht nur die Frage, wie und ob man die Kleine in Fremdbetreuung gibt sondern auch wieviel kann bzw. muss man an Stunden wieder arbeiten. Ursprünglich hatten wir uns gedacht die Kleine bis zum 2 Lebensjahr mit Unterstützung von Oma zu Hause zu behalten. Da ich in meinem Job relativ flexible Arbeitszeiten habe könnte ich dann einen Tag voll und sonst nur Nachmittags arbeiten. Klingt gut oder? Tja aber was ist dann mit mir und dem Mann? Wir würden uns nur noch die Klinke in die Hand geben und Familienzeit gäbe es quasi gar nicht mehr. Auch würde das Geld, dass ich mit den paar Stunden verdiene leider nicht reichen.

Also doch die Variante mit Krippe, Plätze hätten wir 3 haben können. ABER Krippe kostet Geld und das bei uns nicht gerade wenig. Sprich würden wir einen Krippenplatz nehmen, würde ich nur Arbeiten um den Krippenplatz zu finanzieren und wir hätten weniger als jetzt mit Elterngeld. Mal ganz ehrlich was ist da bitte schief gelaufen in unserem System?! Das hat irgendwie nichts mir Frau wieder schneller ins Berufsleben bringen und Förderung von Familie zu tun. Zumindest nicht, wenn man ottonormal Verdiener in der Mittelschicht ist. Damit sich das finanziert müsste ich Vollzeit arbeiten und meine Kleine in die Vollzeitbetreuung (7-17 Uhr) geben. Aber ich habe doch kein Kind bekommen, um es dann mit einem Jahr den ganzen Tag abzugeben.

Hinzu kommt, dass man schließlich jetzt noch nicht weiß in welchem Kindergarten man später einen Platz bekommt und somit auch nicht weiß wie die Betreuungszeit dann aussieht😩. Sprich wie soll Familie denn da jetzt festlegen wieviel wer arbeitet? Wenn ich das mal auf deutsch sagen darf kotz mein Arbeitgeber doch im Kreis, wenn ich jetzt Vollzeit wiederkomme, um dann mit Pech zu Beginn des Kindergartens Stunden wieder zu reduzieren und dann mit Beginn der Grundschule wieder was an meinen Stunden drehen muss. Da kann ich verstehen, wieso einige Arbeitgeber ungern Mütter einstellen!

Der ein oder andere mag sich Denken, was für bescheuerte Probleme ich habe. Aber ich denke es gibt genügend Familien, denen es ähnlich geht. Wo es finanziell schwierig wird mit einem Krippenplatz, wo es überhaupt schwierig ist einen Betreuungsplatz zu bekommen, wo es problematisch ist mit dem Arbeitgeber oder wo sich der ein oder andere einfach unwohl fühlt sein Kind so früh abzugeben.

Am Anfang fand ich den Gedanken schrecklich meine Kleine in Fremdbetreuung zu geben, bevor sie kommunizieren kann, bevor sie motorisch soweit ist, dass sie sich durchsetzen kann. Aber inzwischen habe ich das Gefühl, sie langweilt sich mit mir und meiner Bespaßung…ich denke mir und unserer Beziehung wird es gut tun, dass ich wieder arbeite. Warum? Wer meinem Blog schon länger folgt, der weiß inzwischen, dass das Drachenmädchen nicht gerade ein Anfängerkind ist, ich inzwischen mit meinem Energiehaushalt auf Kriegsfuß stehe, meiner Geduld öfter ausgeht als ich und mir die Decke „etwas“ auf den Kopf fällt 😉. Daher wird mir die Arbeit gut tun, da das nur für mich ist und dem Drachen wird der Umgang mit anderen Kindern, die vielen Spielmöglichkeiten und das Auspowern gut tun.

Am Montag hatten wir den Babytüv, die U6 stand an und hat uns nochmal bestätigt, dass unsere Kleine soweit ist und die Fremdbetreuung ihr gut tun wird. Sie ist motorisch weiter als sie sein müsste, sie ist sehr nennen wir es mal willensstark (Typischer Stier mit dem Kopf durch die Wand…der Apfel fällt nicht weit vom Stamm oder wie war das?), sie versteht sehr viel und kann durch Gesten deutlich mitteilen, was sie möchte. Die Ärztin meinte auch, dass ihr die Krippe gut tun würde und sie soweit sei.

So nun habe ich wahnsinnig viel Gelabbert, aber noch gar nicht gesagt, wie wir das Krippenproblem gelöst haben 😂. Unsere Kleine wird zu einer Tagesmutter gehen.

Was Tagesmutter?! Boah voll teuer!!! Ja schon, aber es gibt eine finanzielle Förderung/ Unterstützung vom Land und teilweise auch von der Gemeinde für eine Unterbringung bei einer Tagesmutter. Hinzu kommt, dass bei den meisten Tagesmüttern/-vätern Stunden genau abgerechnet wird und man als Familie genau absprechen kann welche Betreuung man benötigt. Sprich ob 5 mal die Woche oder nur 3 mal und ob nur bis nach dem Mittag oder bis Nachmittags. Für uns persönlich ist mit der Förderung eine Tagesmutter wesentlich günstiger als ein Krippenplatz. Weitere Vorteile aus meiner Sicht sind, dass maximal 5 Kinder bei einer Tagesmutter in der Gruppe sind (für sensiblere Kinder ein echter Vorteil), die Urlaubszeiten meistens nicht in die Ferienzeit fallen (meist nicht über 2 Wochen sind) und ein persönlicherer Kontakt zur Betreuungsperson entsteht.

Klar kann man auch viele Punkte anbringen, was bei dieser Betreuungsform nicht so gut ist, dass viele Tagesmütter/-väter z.B. kein wirklich geschultes pädagogisches Personal sind. Allerdings findet man die negativ Beispiele für jegliche Betreuungsform 😉.

Vor dem absoluten Ende haben wir jetzt noch unsere gemeinsame Elternzeit (wer die Möglichketi dazu hat, dem lege ich diese gemeinsame Zeit sehr ans Herz!!) und jetzt naht erstmal unser Schwedenurlaub!!! Whooop Whooop 4 Wochen Schweden uhhhh wir freuen uns drauf!! Da will vorweg noch einiges geplant werden und hoffentlich passt alles irgendwie ins Auto 😂.

Fandet ihr es auch anstrengend oder schwierig mit diesen ganzen Entscheidungen?

In diesem Sinne der Urlaub naht und dann Aufbruch in neue Abenteuer 🤗.

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